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VonPhilip Schüller

Das Vorzeigeprojekt der Kieler Innenstadtentwicklung: Der Kleine Kiel-Kanal

Eigentlich fehlt nur noch das Wasser. Zumindest sieht es so aus. Die Bäume wurden gepflanzt, die Holzfußböden sind verlegt: Es kann los gehen. In nur wenigen Wochen wird das Vorzeigeprojekt der Kieler Innenstadtentwicklung fertiggestellt: Der Kleine Kiel-Kanal.

Über den Beteiligungsprozess zur Tiefgründung

Das Gesamtprojekt stand in allen Phasen immer wieder in der Kritik. Aber ein Argument, was gerne am Infostand kommt, kann man nicht so stehen lassen: „Es wurden nicht alle mitgenommen“. 

Die umfangreiche Bürger*innenbeteiligung mit zahlreichen Spaziergängen und Workshops bildet das Fundament des Kleinen Kiel-Kanals. Über 600 Ideen von Kieler*innen zeigen, dass es vielfältige Möglichkeiten gab, sich einzubringen. Im Jahr 2015 markierte der Beschluss der Kieler Ratsversammlung den Beginn des größten Projektes zur Entwicklung der Kieler Innenstadt. Der Tiefgründung der Wasserbecken stand nichts mehr im Wege. 

Unvorhersehbares in der Bauphase wird als Chance genutzt 

Nach der Tiefgründung standen die Herstellung der Nebenflächen und der Rohbau sowie der Rohrleitungsbau für das Nord- und Südbecken an. Und auch unschönen Überraschungen wurde getrotzt. Auf Höhe des Ahlmannhauses wurden Fundamentreste aus dem zweiten Weltkrieg freigelegt. Diese sind wiederum für die Statik des Gebäudes extrem wichtig, weshalb die ursprünglichen Planungen überarbeitet wurden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Der Kanal ist schmaler geworden, stattdessen sind mehr Sitzmöglichkeiten am Wasser entstanden. Eine sinnvolle Anpassung zur weiteren Steigerung der Aufenthaltsqualität.

Mehr als 100 Millionen Euro private Investitionen

Dieses Projekt stellt den Startschuss für den Umbruch der Kieler Innenstadt dar. Schrittweise werden die Leerstände reduziert. Es entstehen viele neue Wohnungen und Hotels. Direkt am Kleinen Kiel-Kanal siedeln sich zahlreiche Gastronomieunternehmen an. Der Bauausschuss hat die Neugestaltung der Holstenstraße ausgeschrieben. Man kann also festhalten, dass sich die Kieler Innenstadt rasant entwickelt und das nehmen auch immer mehr Kieler*innen an. Es ist noch ein weiter Weg zur neuen Innenstadt. Aber über 100 Millionen Euro private Investitionen, die im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Bau des Kiel Kanals getätigt wurden, sprechen für sich. Die Stadt trägt auch nicht die kompletten Kosten, wie es immer mal wieder dargestellt wird. Davon abgesehen ist das aber bei dieser Höhe an privaten Investitionen sehr gut investiertes Geld.

Die letzten Schritte bis zur Eröffnung

Die Technik der Filterbecken ist mittlerweile installiert. Außerdem wurden bereits 32 Bäume, nämlich Silberlinden und Sumpfeichen, gepflanzt. Seit Anfang Juni ist auch die Asphaltdecke fertig. Was noch fehlt sind die in den Sommerferien geplanten Beschichtungsarbeiten. Die können allerdings erst durchgeführt werden, wenn es mehrere Tage lang trocken ist und das ist in Kiel ja immer so eine Sache. Danach werden die Busse auch wieder die reguläre Strecke fahren. Und wenn das Wetter gut ist, können wir dann schon das neue “Kiel-Feeling” am Kleinen Kiel-Kanal genießen.

Auch wenn die große Eröffnungsfeier im August ausfallen muss. Bei dem Gedanken an den Slogan der Kieler Innenstadt “Wir schwärmen für die Kieler Innenstadt…” fange ich auch direkt an zu schwärmen: Von einer lebendigen und modernen Innenstadt, die uns zeigt, wie schön es ist, am Wasser zu leben.

Kleiner Kiel-Kanal 2
Kleiner Kiel-Kanal / Ahlmannhaus
Kleiner Kiel-Kanal 3
Kleiner Kiel-Kanal / Stena Line

VonPhilip Schüller

Schulkindbetreuung in Kiel Hassee

Im vergangenen Ausschuss für Schule und Sport hat das Jugendamt der Landeshauptstadt Kiel eine gelungene Lösung für die Schulkindbetreuung an der Theodor-Heuss-Grundschule in Hassee vorgelegt. Wir begrüßen diese Lösung ausdrücklich. Es zeigt, wie gut die Zusammenarbeit der Verwaltung mit den Akteuren und der Politik vor Ort funktioniert. Das haben wir in unserer Pressemitteilung deutlich gemacht.

Gute Lösung für Schulkindbetreuung an der Theodor-Heuss-Grundschule 

Für den „großen Einsatz“ der Verwaltung, schon ab 01.08.2020 selbst die Schulkindbetreuung an der Theodor-Heuss-Grundschule zu organisieren, bedanken sich der Hasseer Ratsherr Philip Schüller (SPD), Andrea Hake (Bündnis 90/Die Grünen) und die schulpolitische Sprecherin Annkathrin Hübner (FDP). Dieses Ergebnis sei umso bemerkenswerter, da kein Träger der Jugendhilfe so schnell einspringen konnte: „Unsere Gespräche haben gezeigt, dass das Angebot für die Familien und Kinder im Stadtteil extrem wichtig ist“, verdeutlichen Schüller, Hake und Hübner.

So habe eine Bedarfsermittlung der Verwaltung ergeben, dass hier zukünftig allein in der Kernbetreuung 55-60 Kinder betreut würden. „Das Ergebnis ist nur durch die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und örtlicher Politik möglich gewesen. Unser Kurs, von Beginn an auf Gespräche und lösungsorientierte Vorschläge zu setzen, hat sich damit bestätigt.“ 

Zwischen Verwaltung, Schule und Elternvertretungen sind Betreuungszeiten in der Frühbetreuung (7 Uhr bis 7.50 Uhr), Kernbetreuung (11.50 Uhr bis 16 Uhr), Spätbetreuung (16 Uhr bis 17 Uhr) und Ferienbetreuung (7 Uhr bis 17 Uhr) vereinbart. Das Angebot durch das Jugendamt der Landeshauptstadt Kiel ist zunächst auf drei Jahre befristet, um es regelmäßig an den tatsächlichen Bedarf anpassen zu können. 

Bedarfsplanung der Kindertagesbetreuung 2020/2021

Insgesamt ist die Entwicklung der Kindertagesbetreuung in Kiel, insbesondere auch in Hassee, sehr positiv zu sehen. Nicht erst durch die ab dem 01. August zusätzlichen Betreuungsplätze ist Hassee im Vergleich zu anderen Stadtteilen gut aufgestellt. Es werden fast alle Zielquoten erfüllt, bzw. teilweise neue Plätze geschaffen, wie z.B. der Neubau der KiTa des Arbeiter-Samariter-Bundes Kiel. Der ASB plant die Errichtung einer Kita mit einer Krippen-, einer Elementargruppe in der Rendsburg Landstraße. Mit jährlichen Ausgaben von über 137 Mio. Euro (Tendenz steigend) nimmt die Kindertagesbetreuung einen extrem hohen Anteil in unserem städtischen Haushalt ein. Das ist gut so, denn die Betreuung von Kindern ist extrem wichtig für die Familien.

Weitere Informationen

Die Ergebnisse für alle Stadtteile können dem Bericht “Bedarfsplanung der Kindertagesbetreuung 2020/2021” entnommen werden, die wir ebenfalls in der vergangenen Ausschusssitzung beschlossen haben.

VonPhilip Schüller

Höhere Löhne für die Beschäftigten der Service GmbH (Städtisches Krankenhaus)

In der vergangenen Ratsversammlung haben wir beschlossen, dass die Kieler Verwaltung bis Mitte 2021 ein Konzept vorlegen soll, wie die Löhne der Beschäftigten der Service GmbH des Städtischen Krankenhauses schrittweise erhöht werden können. Der Tarifvertrag wird in der Servicegesellschaft seit einigen Jahren nicht mehr verhandelt und die kommunalen Krankenhäuser sind strukturell unterfinanziert. Daher haben wir gemeinsam mit dem SSW die Initiative ergriffen und einen politischen Auftrag erteilt. Wir wollen eine angemessen Bezahlung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auf Grund der Corona-Situation konnte ich die folgende Rede in der Ratsversammlung leider nicht halten. Dafür könnt ihr sie jetzt hier nachlesen.

Gerechte Bezahlung für alle Beschäftigten im Städtischen Krankenhaus

Sehr geehrter Herr Stadtpräsident,
sehr geehrte Damen und Herren,

in den letzten Wochen konnte man viele Solidaritätsbekundungen hören. Egal auf welcher Ebene: Ob aus der Politik oder der Stadtgesellschaft. Die Wertschätzung für die Beschäftigten in den sogenannten systemrelevanten Berufen ist riesig. Das ist richtig und wichtig und sollte auch einer der Punkte sein, die wir durch die Corona-Krise lernen können und an den wir uns immer wieder erinnern sollten. Denn Respekt für diejenigen, die den „Laden am laufen“ halten kann man nicht oft genug ausdrücken. Vielen Dank an dieser Stelle. 

Wir sollten immer wieder daran erinnern, dass es Berufe gibt, die trotz ihrer Wichtigkeit, trotz der Verantwortung für unsere Gesellschaft, noch immer schlecht bezahlt sind. Und dass, obwohl die Beschäftigten, wie im Fall der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Servicegesellschaft des Städtischen Krankenhauses, tagtäglich mit dem Virus in Kontakt kommen. Sie sind es, die sich um die Patienten kümmern, sie sind es, die das Essen im Krankenhaus zubereiten, sie sind es, die dafür sorgen, dass die Wäsche gewaschen wird und somit auch die hygienischen Standards eingehalten werden. Umso erstaunlicher ist es, dass diese wichtigen Berufe nicht die konkrete Wertschätzung, in Form einer gerechten Bezahlung erhalten.

Ob es nun daran liegt, dass es vor Jahrzehnten eine Welle der Ausgliederung von bestimmten Berufen in Tochtergesellschaften gab oder Tarifverträge nicht mehr abgeschlossen werden konnten. Die Ungerechtigkeit ist präsent. Wir können als Kommune oftmals nur zu sehen, wenn es z.B. um den Mindestlohn, die Ausgestaltung der Kurzarbeit oder andere beschäftigungspolitische Maßnahmen geht. Hier ergibt sich allerdings eine Situation, bei der wir konkret helfen können.

Natürlich ist das Gesundheitssystem seitens der Bundes- und Landespolitik viel zu schlecht ausfinanziert. Das ist nicht erst seit dem Beginn der Corona-Krise bekannt. Natürlich wird es zukünftig auf Grund von ausbleibenden Gewerbesteuereinnahmen und zusätzlichen Aufwendungen noch viel schwieriger, dafür zu sorgen, dass unser Kieler Krankenhaus wirtschaftlich gesund aufgestellt ist. Trotzdem sollten wir – gerade jetzt – versuchen, das Beste für die Beschäftigten der Servicegesellschaft raus zu holen. Gerechtere Entlohnung sorgt nicht nur für ein besseres Arbeitsklima. Es erleichtert auch das Werben um neue Angestellte, das sollten wir uns nicht entgehen lassen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir haben in dieser Wahlzeit schon sehr viel für die Kieler Beschäftigten erreicht. Die Bademeisterinnen und Bademeister der Bäder GmbH erhalten seit Anfang 2019 den gleichen Lohn, wie ihre Kolleginnen und Kollegen in den Umlandgemeinden und werden zukünftig wieder alle Vorteile des TVöD erhalten. Die Honorarkräfte der städtischen Musikschule erhalten seit Anfang 2020 einen um 25% höheren Stundenlohn. Außerdem haben wir 1,5 neue Stellen zur zusätzlichen Entlastung geschaffen. Lassen Sie uns als nächstes gemeinsam dafür sorgen, dass die Reinigungskräfte, die Küchenkräfte und die Lagerangestellten, also die Beschäftigten der Servicegesellschaft des Städtischen Krankenhauses, ebenfalls  gerechte Löhne bekommen. Es darf eben nicht nur bei warmen Worten und Danksagungen bleiben.

Warum gerade jetzt der richtige Zeitpunkt ist

Die Kieler CDU wollte das Thema leider, nach bereits 15-monatiger Beratungsphase, erneut in den Ausschüssen beraten. Daher ich mich dann doch spontan dazu entschlossen, noch einmal heraus zu stellen, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, gerechtere Löhne zu fordern. Nicht zuletzt durch die Corona-Krise erfahren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitssektor enormen Zuspruch und große Wertschätzung. Diese Chance müssen wir nutzen, um auf die Probleme im Gesundheitsbereich hinzuweisen. Am Ende hat die CDU sogar komplett dagegen gestimmt. Offensichtlich finden sie das dortige Lohngefälle in Ordnung. Hier könnt ihr euch meinen kurzen Redebeitrag angucken.

Wiedereingliederung der Service GmbH oder Angleichung an den TVöD

Unser Beschluss sieht verschiedene Möglichkeiten vor, wie die Löhne erhöht werden können. Nähere Infos findet ihr in unserem Beschluss:
https://ratsinfo.kiel.de/bi/to020.asp?TOLFDNR=129044

Ich bin gespannt auf die Ergebnisse und das Konzept, nachdem wir nun den politischen Willen so deutlich formuliert haben.

VonPhilip Schüller

Ein Kieler Haushalt für die Zukunft – das geht nur mit Investitionen

Die Debatte über den Kieler Haushalt dreht sich bei den Kieler Nachrichten in diesen Tagen nur um das Thema „Gegenfinanzierung“. Auf diesen Zug springt auch die Kieler CDU auf. Hier zeigt sich schon ein grundsätzlicher Unterschied in der politischen Vorgehensweise. Wir als Kooperation setzen darauf, Kiel modern und attraktiv zu halten. Wer eine moderne Stadt Kiel gestalten will, muss auch Geld dafür in die Hand nehmen. Das hat auch etwas mit Gerechtigkeit zu tun, wenn wir in den jetzigen Zeiten nicht investieren, ist es vielleicht zu spät.

Finanzierung der Kommunen

Solange Kommunen chronisch unterfinanziert und auf den guten Willen der Landesregierungen angewiesen sind, haben Städte quasi keine eigene Möglichkeit, positive Zahlen zu schreiben. Die einzige eigene Einnahmequelle ist derzeit die Gewerbesteuer, die Kiel derzeit schon ziemlich ausreizt. Oder man spart eben an allen Ecken oder kürzt Stellen, was in Kiel auch während der einzigen CDU-geführten Regierungszeit massiv vorangetrieben wurde. Stellen wurden gestrichen, Investitionen gekürzt, Ausgaben auf ein Minimum reduziert. Die Folgen spüren wir jetzt! Der Verwaltung fehlen die Fachkräfte in den Baubereichen, so dass wir z.B. beim Schulbau nicht wie gewünscht voran kommen. Daher bauen wir seit Jahren neue Stellen wieder auf, suchen Fachkräfte und investieren in unsere Stadt: Um sie für die Zukunft fit zu machen.

Ein positiver Haushalt ist vor diesen Hintergründen wenig realistisch. Das ist meinen Augen aber auch nicht weiter dramatisch, solange die geplanten Investitionen und Aufwendungen sinnvoll sind und zur Weiterentwicklung Kiels sowie zur Erreichung unserer strategischen Ziele beitragen. 

Die scheinbare “Gegenfinanzierung”

Die Kieler CDU hat nun angekündigt, eine Haushaltsliste vorzulegen, die voll auf „Gegenfinanzierung“ setzt. Da die CDU höchstwahrscheinlich kein eigenes Geld in die Kassen Kiels zahlen wird, wird sie also wieder Dinge aus dem Haushalt streichen. Das was sich derzeit im Haushalt befindet, sind entweder verpflichtende Ausgaben (z.B. Sozialaufwendungen), im laufenden Jahr durch die Ratsversammlung beschlossene Ausgaben (die aus Anträgen resultieren) oder konkrete Budgets der einzelnen Ämter. Wahrscheinlich wird die CDU nun Projekte und Ausgaben nehmen, die die Ratsversammlung im laufenden Jahr, bei Gegenstimmen der CDU, beschlossen hat (z.B. Investitionen für die Wohnungsbaugesellschaft oder die Gelder für die Planungen der Stadtbahn). So leicht kann man es sich nämlich auch machen. Punkte, die die Mehrheit Kiels sich wünscht und einzig und allein die CDU dagegen ist, werden einfach als „Gegenfinanzierung“ verkauft. Das hat mit kompromissbereiter und zukunftsorientierter Politik nichts zu tun.

Genau so wie die Tatsache, dass die CDU seit Jahren gegen die Stellenpläne und somit gegen etliche Entfristungen innerhalb der Verwaltung stimmt. Das sind im übrigen alles Gründe, warum die CDU in Kiel eine Wahl nach der anderen so deutlich verliert. Ich bin gespannt, was für tolle Ideen das sind. Das wissen wir bei der CDU nämlich noch nicht, denn sie hat sich im Gegensatz zur Kooperation und zum SSW nicht daran gehalten, ihre Anträge bereits mit in die Diskussion in den Fachausschüssen zu bringen. Das hätte geholfen, um gute Ideen der Opposition zu prüfen und ggf. zu unterstützen.

Das Argument der Genehmigungspflicht

Ansonsten wird gerne noch das Argument der drohenden Genehmigungspflicht angeführt. Auch hier zeigt sich der Fraktionsvorsitzende der CDU, Stefan Kruber, unwissend. Auch wenn der Haushalt positiv wäre, würden wir, auf Grund der geplanten Gesetzesänderung der CDU geführten Landesregierung, wieder in die Genehmigungspflicht fallen. Das Argument zieht also nicht. Mal ganz abgesehen von der noch ausstehenden Nachmeldeliste der Verwaltung, die sicherlich weitere Aufwendungen vorsieht. Auch hier fragt niemand nach einer „Gegenfinanzierung“. Auch wenn der Haushalt von Beginn an negativ gewesen wäre, fragt sich niemand nach einer „Gegenfinanzierung“. Denn wie eingangs schon aufgeführt, die Gegenfinanzierung kann nur durch das Land kommen. Und das Land plant derzeit die Kommunen deutlich stärker zu belasten und weiter Gelder zu kürzen.

Unsere haushaltspolitischen Projekte 2020

Nun ist das Haushaltsrecht nun mal das „Königsrecht“ der Kommunen und wenn wir der Meinung sind, dass wir weitere Schwerpunkte in unserem Haushalt setzen wollen, dann sollten wir das auch tun. Ganz konkret planen wir in diesem Jahr etliche sozialdemokratische Projekte: Wir wollen, dass die Musiklehrer*innen in der städtischen Musikschule endlich fairer bezahlt werden und heben die Sätze in der Honorarordnung um durchschnittlich 5€ an. Wir wollen die Sozialstaffel der KiTa-Gebühren erweitern, so dass mehr Menschen davon profitieren können. Wir wollen Menschen, die den Seniorpass besitzen, in die Sportvereine holen. Weitere konkrete Projekte im Sportbereich sind die Förderung des Leistungszentrums Schwimmen sowie die Unterstützung des Schulwassersportzentrums Ostufer. Wir unterstützen das Zentrum bei der Anschaffung von Wassersportgeräten (dazu ein anderes mal noch ausführlicher). Wir setzen also auch unsere erfolgreiche Sportpolitik fort.

Ich bin der Meinung, dass das alles dringende Maßnahmen sind, die wir auch umsetzen sollten. Aber wie soll das erreicht werden, wenn wir uns permanent darüber unterhalten, wie wir eine schwarze Null erreichen können? Diese Form der Austeritätspolitik ist der völlig falsche Weg!

Bei einem zukunftsorientierten Haushalt darf sich die Debatte nicht nur um eine  schwarze Null drehen. Es sollte um die wichtigen Investitionen in eine moderne Stadt gehen!

VonPhilip Schüller

Kiel ist eine Sportstadt

Die Ratsversammlung hat im letzten Jahr den Masterplan Sport beschlossen. Er soll den Handlungsrahmen für die Stadt darstellen, um den Sport zu entwickeln. Auf Anregung der Kooperation hat die Verwaltung in der Sitzung des Ausschusses für Schule und Sport am 6. Juni einen mündlichen Zwischenbericht abgegeben. Für uns zeigt der Bericht eine sehr positive Entwicklung: Der Wert, der dem Sport zugemessen wird, wurde durch den Masterplan Sport innerhalb der Verwaltung deutlich gestärkt.

Sport ist in Kiel am Wachsen

Dass Kiel eine Sportstadt ist, wird an der stark gestiegenen Mitgliederzahl in den Sportvereinen erkennbar. So ist die Zahl der Vereinsmitglieder in den letzten vier Jahren auf 65.100 Personen gestiegen. Für ihre Interessen werden wir uns weiter einsetzen. Auch darüber hinaus hat es viele gute Entwicklungen für den Sport gegeben. Jährlich finden zwei Ehrungsveranstaltungen für Kieler Sportler*innen statt, ab 2020 wird es zusätzlich noch einen Extraempfang für Ehrenamtliche aus Sportvereinen geben. Besonders wichtig ist uns dabei auch die Förderung der Sportvereine. In diesem Jahr ist der Förderfonds Breitensport erfolgreich gestartet und trifft auf reges Interesse. Dies habe ich zusammen mit der der sportpolitischen Sprecherin der Grünen, Daniela Sonders, und dem Vorsitzenden des Ausschusses für Schule und Sport, Christian Ziesmann (FDP), in einer Pressemitteilung erklärt.

Wert des Sports für soziales Miteinander

Mir ist dabei der Wert des Sports für das soziale Miteinander besonders wichtig: Das Thema Inklusion behalten wir auch nach den Special Olympics im Blick. Unser Ziel ist es, mehr Angebote für inklusiven Sport zu schaffen. Auch das Projekt ‚Kids in die Clubs‘ ist ein großer Erfolg! Nun wollen wir das Projekt erweitern und gucken, wie wir die Mitgliedschaft von Senioren in den Vereinen stärker fördern. Wichtig ist uns auch die konsequente Sanierung der Kieler Sportstätten, die wir durch unseren Antrag mit einer neuen Prioritätenliste transparenter und verlässlicher gestalten wollen. Die kostenfreie Nutzung der Kieler Sportstätten ist für uns weiter selbstverständlich.“

Die Arbeit im Leistungssport intensivieren

Zukünftig möchte ich auch den Leistungssport in Kiel intensiver unterstützen. Es soll ein Runder Tisch für Spitzensport eingerichtet werden, um Lösungen für die besonderen Bedürfnisse von Leistungsportler*innen zu finden, was Trainingsbedingungen, Wettkämpfe oder eine sportbetonte Schule angeht. Das alles sind Themen, die derzeit in verschiedensten Gesprächen diskutiere und wir gemeinsam nach Möglichkeiten und Wegen suchen. Sport entwickelt sich in Kiel und das ist auch gut so!

VonPhilip Schüller

Sport ist die wichtigste Schnittstelle unserer Gesellschaft

In vielen Bereichen des Lebens kommen wir mit dem Thema Sport in Berührung. Ob während der Schulzeit im Schulsport, beim Betriebssport mit den Arbeitskolleg*innen oder in der wöchentlichen Sportgruppe mit anderen Senior*innen. Doch eigentlich ist Sport viel mehr, als nur die bloße körperliche Betätigung.

Der Internationale Tag des Sports für Entwicklung und Frieden, der jährlich am 06. April stattfindet, beschreibt bereits zwei wichtige Kernpunkte des Sports: Entwicklung und Frieden. Darüber hinaus zählen aber noch weitere gesellschaftliche Querschnittshemen, wie z. B. Inklusion und Integration, zu den Aufgaben des Sports. Sport kann auf allen Ebenen politisch diskutiert und auch gefördert werden. Die Kommune spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Entwicklung, Engagement und Ehrenamt

Sport ist für die Entwicklung unserer Persönlichkeit und unseres Denken und Handelns von enormer Bedeutung. Vor allem die inneren Werte, wie Fairness, Zusammenarbeit und Respekt, werden in allen Sportarten gleichermaßen gefordert und bilden das Fundament für die eigene Entwicklung. Aber auch das ehrenamtliche Engagement, welches von Anfang an in den Vereinen vermittelt wird, ist wertvoll, um zu lernen, Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen. Durch den Druck unserer Leistungsgesellschaft, immer schneller die Schule abzuschließen und einen Beruf auszuüben, nimmt dieses Engagement ab. Durch die komprimierten Lehrpläne und den langen Schultagen fehlt ihnen oftmals die Zeit. Diese Herausforderung kann durch die Integration (verpflichtender) ehrenamtlicher Aufgaben, z. B. im Sportstudium oder im Rahmen von Praxiszeiten in der Schule, gemeistert werden. 

Frieden und Verständigung

Der Bezug zum Frieden ist ebenfalls nicht ungewöhnlich. Schon 800 v. Chr. wurde zwischen griechischen Stämmen ein Abkommen geschlossen, um den sicheren Ablauf der Olympischen Spiele zu gewährleisten. Diesen Gedanken griff Pierre de Coubertin bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 wieder auf. Er wollte den „nationalen Egoismen“ entgegenwirken und für eine internationale Verständigung eintreten. Nach seiner Auffassung sollte man sich lieber in „sportlichen Wettkämpfen messen als sich auf dem Schlachtfeld zu bekriegen“. Sport ist auch heute, trotz der Kommerzialisierung der Olympischen Spiele oder der Ausbeutung rund um sportliche Großereignisse, immer noch eine der wichtigsten Formen der Völkerverständigung. Die Sprachbarrieren spielen keine Rolle, die Herkunft ist egal, denn es geht einzig und allein um den Sport. 

Integration & Inklusion im Sport

Sport ist darüber hinaus auch in anderen wichtigen Querschnittsthemen ein wesentlicher Eckpfeiler. So übernehmen die Vereine oftmals die Verantwortung für geflüchtete Menschen, indem sie wichtige Integrationsarbeit leisten. Beim Training lernen die Kinder und Jugendlichen die Sprache, sie kommen in den Austausch mit Gleichaltrigen und haben Spaß. Das gleiche gilt im übrigen auch für den Bereich der Inklusion. Durch den Sport werden mögliche Barrieren umgangen, da das Miteinander und die Sportart im Vordergrund stehen. Ob ein Mensch eine Behinderung hat oder nicht, spielt in einer Sporthalle oder auf dem Sportplatz keine Rolle. Allerdings müssen hierfür natürlich von Anfang an die Voraussetzung geschaffen werden. Das fängt mit einem barrierefreien Zugang zu den Veranstaltungsorten an und geht bis zur Schulung von Übungsleiter*innen, wie sie die Sportler*innen entsprechend ihrer Fähigkeiten trainieren können. 

Sport verbindet Menschen 

Dass das alles ehrenamtlich von vielen Millionen Sportler*innen in Deutschland und auf der ganzen Welt gestemmt wird, ist beeindruckend. Es birgt aber auch eine große Gefahr, wenn diese Gedanken, auf Grund von mangelndem Engagement oder fehlenden Mitgliedern verloren gehen.

Grundsätzlich sollte in den kommenden Jahren wieder verstärkt der Fokus auf eine frühzeitige und vielfältige sportliche Betätigung in den Schulen und im Sportunterricht geachtet werden. Dabei müssen Wege gefunden werden, wie die Schulen und Vereine vor Ort angemessen kooperieren können. Denn die Leidenschaft für eine Sportart kann am Besten von den Sportler*innen selbst vermittelt werden. 

Sport verbindet alle Menschen und ist somit mit Abstand die größte Schnittmenge unserer Gesellschaft und durch die Bewältigung dieser wichtigen Querschnittsaufgaben von größter Bedeutung. Kein Kind sollte ohne Sport aufwachsen. In Kiel haben wir das Ziel, dass jedes Kind schwimmen lernen soll, was durch die unmittelbare Nähe zum Wasser nicht weit hergeholt ist. Jedes Kind sollte aber auch von Anfang an die Möglichkeit bekommen, vernünftig Sport lernen und ausüben zu können.

Diesen Artikel habe ich anlässlich des Internationalen Tags des Sports für Entwicklung und Frieden für die Jusos Kiel geschrieben.

VonPhilip Schüller

Warum ein Kompromiss in der Diskussion um Plaza die Lösung ist

Das Plaza Center und die mögliche Ansiedlung von Decathlon erregt derzeit, vor allem in den Kommentarspalten, etliche Gemüter. Aber warum eigentlich? Denn die Beteiligten diskutieren seit knapp einem Monat ohne das eine wirkliche Einigung in Sicht war. Nun, nachdem ein Gutachten ergeben hat, dass der gestellte Bauantrag abzulehnen ist, gibt es endlich Zeit und Raum um vernünftig zu verhandeln. Hierbei würde eine sachliche und lösungsorientierte Argumentation helfen. Leider werden immer wieder verschiedenste Argumente in den Raum geworfen und teilweise zu Unrecht vermischt.

Ein kurzer Rückblick

Um auf die einzelnen Argumente einzugehen, bedarf es einer kurzen Einführung in die Thematik. Das Plaza-Center in Kiel Hassee ist bereits seit einiger Zeit höchst defizitär. Die Zeiten der Mega-Supermärkte sind vorbei. Das hat auch die Rewe-Gruppe erkannt, die zu 70% an dem Unternehmen Supermärkte Nord Vertriebs GmbH beteiligt ist. Im Rahmen der Umbauarbeiten des Sky XXL zu einem Rewe-Markt wird die Verkaufsfläche nun deutlich verkleinert. Die freien Flächen wollte man an Decathlon und einen Actionmarkt vermieten. Im Rahmen der Prüfung des Bauantrages hat die Verwaltung allerdings Bedenken angemeldet, ob sich diese Unternehmen überhaupt außerhalb der Innenstadt ansiedeln dürfen.

Das Einzelhandelskonzept

Die Kieler Ratsversammlung hat 2011 ein Einzelhandelskonzept beschlossen, um die Innenstadt zu schützen. Das Konzept sieht vor, dass außerhalb der Innenstadt keine “innenstadtrelevanten Waren” verkauft werden dürfen, bzw. nur zu einem bestimmten Prozentsatz. So soll verhindert werden, dass die Kaufkraft durch autofreundlichere Standorte abgeworben wird. Dabei stellt sich natürlich die Frage, ob Decathlon innenstadtrelevantes Sortiment anbietet oder nicht, bzw. wie viel. Diese Frage lies sich allerdings in mehreren Diskussionen nicht abschließend klären, da beide Seiten von ihren Argumenten überzeugt waren. Parallel dazu hat die Verwaltung ein Gutachten in Auftrag gegeben. Die Gutachter empfehlen der Stadt den Bauantrag abzulehnen, da das Bauvorhaben “den Festsetzungen des Bebauungsplanes widerspricht”. Durch dieses Gutachten gibt es nun keinen zeitlichen Druck mehr.

Die Innenstadt ist doch schon tot

In der öffentlichen Diskussionen werden mittlerweile keine Fakten mehr diskutiert, sondern irgendwelche Behauptungen als Argumente herangezogen. Vieles davon hat mit der eigentlichen Problematik nichts mehr zu tun. So taucht zum Beispiel immer wieder auf, dass die Innenstadt doch sowieso schon tot sei. Auch wenn viele Läden nicht vermietet sind, sollte man den Leerstand nicht noch durch solche Ansiedlungen außerhalb der Innenstadt befördern. Das wäre in etwa so, als würde man sagen: “Verkehrswende? Brauchen wir nicht, die Luft ist schon heute verschmutzt, also können wir sie auch noch stärker verschmutzen.” Die heutige Situation der Innenstadt ist auch auf solche Ansiedlungen zurückzuführen. Deshalb haben wir auch verschiedene Bauvorhaben angestoßen und werden auch weiterhin die Attraktivität der Innenstadt erhöhen.

Der Citti-Park ist viel schlimmer

Immer wieder wird auch der Citti-Park in die Diskussion eingebracht. Unbenommen ist, dass der Bau des Citti-Parks ebenfalls zu einer Schwächung der Innenstadt geführt hat. Das war allerdings schon vor der Erstellung des Einzelhandelskonzeptes, dass u. a. auch aus diesem Grund entwickelt wurde. Fehler die gemacht wurden, muss man doch nicht wiederholen. Wir müssen in Kiel nicht jedem Investor den roten Teppich ausrollen. Genau wegen solcher Vorhaben benötigen wir ein funktionierendes Einzelhandelskonzept, was transparent, klar und für alle nachvollziehbar ist. Das aktuelle Einzelhandelskonzept muss daher auch dringend überarbeitet werden. Wir müssen allerdings die heimischen Unternehmen dabei genügend berücksichtigen und dazu zählt auch die Coop.

Plaza-Standort ist ein wichtiger Nahversorger

Für den Stadtteil Hassee hat der Plaza-Standort eine enorme Bedeutung. Die meisten Kunden kommen aus den umliegenden Straßen. Viele davon auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Ein Verlust dieses Standortes hätte für viele Menschen, die eben nicht mehr so mobil und auf kurze Wege angewiesen sind, eine enorm negative Auswirkung. Darüber hinaus hat der Standort noch weitere wichtige Funktionen als Nahversorger. In ganz Deutschland schließen immer mehr Postfilialen. Das hat auch Kiel schon an mehreren Standorten schmerzlich erfahren müssen. Die Filiale am Winterbeker Weg ist somit ebenfalls für viele Kunden der Post(bank) eine wichtige Anlaufstelle. Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass die Sicherung des Standortes insgesamt nicht nur von Decathlon alleine abhängen kann.

Ein Kompromiss ist die Lösung

Die Lösung des Problems liegt also in einem Kompromiss. Wir wollen einen Weg finden, bei dem die Rewe-Gruppe den Standort weiterhin betreiben kann, aber die Innenstadt nicht zusätzlich geschwächt wird. Das muss sich auch nicht, wie von einigen Journalisten und Fraktionen behauptet, ausschließen. Denn zum Glück gibt es nicht nur Unternehmen wie Decathlon, die größtenteils innenstadtrelevantes Sortiment anbieten. Immer wieder kommen Anfragen von Unternehmen, die größere Flächen in Kiel suchen. Dazu zählen auch einige Firmen, die ein Sortiment vorhalten, welches die Innenstadt nicht schwächen würde. Auch können die Beteiligten über Sortimentslisten nachdenken, die nur bestimmte Artikel an dem Standort erlauben. Auch so würde man den Standort Plaza stärken, ohne die Innenstadt unnötig zu schwächen.

Fazit

Es gibt im Leben nicht nur Schwarz und Weiß, dass sieht man an diesem Beispiel ganz deutlich. Manche haben das leider nicht verstanden und versuchen durch opportunistisches Verhalten Konflikte zu schaffen, die es gar nicht gibt. Ich bin optimistisch, dass wir uns nicht für die eine oder andere Seite entscheiden müssen, sondern in den Verhandlungen mit dem Kieler Oberbürgermeister und der Rewe-Gruppe eine geeignete Lösung finden, um den Plaza-Standort und die Nahversorgung in Hassee sicherzustellen und gleichermaßen der Innenstadt nicht noch mehr Kunden wegzunehmen.

Plaza Center Baustelle

VonPhilip Schüller

Ausschuss unterstützt zwei Kieler Sportmannschaften

In der Sitzung des Ausschusses für Schule und Sport haben wir uns für die Unterstützung zweier hochklassiger Kieler Sportmannschaften ausgesprochen. Auch das ist ein wichtiger Bestandteil in der Förderung des Kieler Sports. Denn beide Mannschaft betreiben ihren Sport auf höchstem nationalem Niveau.

Instandsetzung der Minigolfanlage des MGC Olympia Kiel

Die durch die kontrollierte Sprengung einer Nachkriegsbombe stark beschädigte Minigolfanlage des MGC Olympia Kiel verhindert aktuell den Start in der 2. Bundesliga. Deswegen erhält der Verein finanzielle Mittel, um den Spielbetrieb in der kommenden Saison gewährleisten zu können. Wir haben der Übernahme der notwendigen Kosten (bis maximal 40.000 €) zugestimmt. Außerdem hat der Verein zugesagt, die bauseitigen Maßnahmen durch eigenes Engagement selbst zu leisten.

Durch die im Zusammenhang mit der Sprengung entstandenen Schäden wurde dem Verein die sportliche Grundlage entzogen. Dabei wurden 10 Minigolfbahnen beschädigt. Deswegen sind aktuell Trainings- und Ligabetrieb nicht möglich. Der Verein betreibt den Leistungssport in der 2. und 3. Bundesliga und bietet mit der Anlage einen besonderen Treffpunkt im Stadtteil und ist Teil des Sportparks Gaarden.

Unterstützung des ASC Kiel während der Umbaumaßnahmen

Außerdem haben wir einen Antrag beschlossen, um prüfen zu lassen, ob der American Sports Club Kiel (Kiel Baltic Hurricanes) ebenfalls finanziell unterstützt werden kann. In den kommenden Jahren wird es auf dem Gelände des Kilia-Platzes durch die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen zu erheblichen Beeinträchtigungen für die Mannschaft kommen. Damit der Spielbetrieb in der 1. Liga aufrecht erhalten werden kann, wollen wir die Mannschaft in dieser besonderen Ausnahmesituation ebenfalls unterstützen. Die finanzielle Förderung soll zeitlich auf maximal vier Jahre befristet und auf die Hälfte der nachzuweisenden Kosten für den laufenden Betrieb (maximal 35.000 EURO/jährlich) begrenzt werden.

Die Landeshauptstadt Kiel hat sich in ihrem Handlungsrahmen zur Sportentwicklung (Masterplan Sport) auch für die Unterstützung des Leistungssports ausgesprochen. Durch die Bereitstellung von Infrastruktur und ggf. Haushaltsmitteln. Die Kiel Baltic Hurricanes haben als Bundesligamannschaft in den letzten Jahren immer wieder um die Deutsche Meisterschaft mitgespielt. Auch international konnten die Kiel Baltic Hurricanes Kiel bei verschiedenen Wettbewerben die Landeshauptstadt Kiel erfolgreich repräsentieren. Generell wächst das Interesse an der Sportart American Football stark.

Unter anderem deswegen hat die Ratsversammlung der Landeshauptstadt Kiel die Planung zur Sanierung des Kilia-Geländes für Trainings- und Spielzwecke beschlossen. Dadurch wird es zu Beeinträchtigungen für den Liga-Betrieb und zusätzlichem Aufwand kommen, wie z. B. durch den temporären Aufbau von Umkleiden oder Sanitärinfrastruktur. Auch der Ticketverkauf wird nur eingeschränkt möglich sein.

Fazit

Gerade in Sportarten, die nicht in der medialen Präsenz zu finden sind, ist der Erfolg ein wichtiger Bestandteil für die Gewinnung von Sponsoren und ohne ausreichende Unterstützung, wäre wiederum der Erfolg bzw. die Spielklasse nicht zu halten. Das ist in vielen Bereichen des Leistungssports ein großes Problem. Durch diese situative Unterstützung können wir den Mannschaften in schwierigen Zeiten unter die Arme greifen, da sie für Kiel auch weiterhin ein Aushängeschild sein sollen. Wir wollen nicht nur für 2-3 Sportarten bekannt sein, sondern für ein vielfältiges Angebot.