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VonPhilip Schüller

Mobilität in Kiel neu gestalten

Ich nutze aus Überzeugung seit Jahrzehnten hauptsächlich den öffentlichen Nahverkehr oder mein Fahrrad. Egal ob auf dem Weg mit dem Bus zur Fachhochschule oder mit dem Fahrrad durch unseren Stadtteil: Ich stelle immer wieder fest, dass der Autoverkehr in Kiel als Verkehrsmittel Nummer 1 den Vorrang erhält. Verstärkt wird dieser Eindruck natürlich durch die zunehmende Luftverschmutzung am Theodor-Heuss-Ring. Daraus ergeben sich für mich verschiedene Schwerpunkte und Ziele für die nächsten Jahre.

Hassee mobiler machen

Die beiden Hauptstraßen in Hassee, die Hamburger Chaussee und die Rendsburger Landstraße, sind in Sachen Nahverkehr bereits gut angebunden. Wohnt man allerdings am Krummbogen oder im grünen Herzen, muss man weite Wege zur nächsten Haltestelle in Kauf nehmen. Dort wohnen jedoch vor allem Menschen, die diese weiten Wege nicht auf sich nehmen können: Ältere Menschen oder Familien mit Kindern. Unser erster Erfolg: Ab 2019 wird die Linie 52 doppelt so häufig fahren. Doch ich möchte noch mehr erreichen: Wir müssen über Orte für weitere Bushaltestellen im Stadtteil nachdenken und langfristig auch über eine zusätzliche Buslinie. Idealerweise fährt die dann auch nicht (wie 95% aller Buslinien in Kiel) über den Bahnhof, sondern verbindet die benachbarten Stadtteile miteinander. Auch für dieses Konzept, was ein Umdenken in der bisherigen Struktur erfordert, möchte ich mich stark machen.

(Wieder) eine Stadtbahn für Kiel

Die Situation von überfüllten Bussen kennen viele – vor allem Studierende erleben das fast täglich. Zu oft kommt auch die Situation vor, dass der überfüllte Bus keine Personen mehr mitnimmt. Einen höheren Takt kann man dort fordern, wo die Busse nur sehr selten fahren. Auf diesen schon jetzt sehr viel befahrenen Linien ist das langfristig nicht mehr möglich. Auf der Strecke zwischen der FH und der Uni fahren die Busse schon jetzt fast durchgängig. Dieses Problem ist nur mit einer Stadtbahn zu lösen. Die dann freigewordenen Buskapazitäten könnten genutzt werden, um von den Haltestellen der Stadtbahn in die einzelnen Stadtteile zu gelangen. So sieht für mich ein intelligentes und modernes Verkehrssystem aus, welches Kiel definitiv benötigt. Darüber hinaus können wir den Autoverkehr in unserer Stadt nur durch den Ausbau der regionalen Bahnstrecken zu einem S-Bahn-Netz reduzieren. Denn von einer Stadtbahn innerhalb Kiels können die vielen Pendlerinnen und Pendler nur durch clevere Anbindungen profitieren.

Anreize für den Fahrradverkehr

Nicht für alle Menschen ist der Bus, oder zukünftig die Stadtbahn, eine Alternative. Wer lieber an der frischen Luft ist oder flexibler sein möchte, sollte das Fahrrad nutzen. Wir haben schon jetzt ein tolles Netz an Velorouten in Kiel. Dieses wollen wir weiterhin zügig ausbauen, was den Bau von Radschnellwegen mit einschließt. Aber auch die schon bestehenden Radwege sind für mich von großer Bedeutung. Fahrradwege, die zu schmal sind oder zu viele Schlaglöcher besitzen, hemmen die Lust am Fahrrad fahren. Hier sollten die Politikerinnen und Politiker in den Stadtteilen mehr Gestaltungsfreiraum erhalten, um schnell und lösungsorientiert die wichtigsten Radwege aufzuwerten. Zu einem ganzheitlichen Konzept gehört natürlich auch, dass ich mein Fahrrad überall und unkompliziert anschließen kann. Max hat das hier sehr toll ausformuliert.

Die Förde als Chance nutzen

Kiel ist mit der Lage an der Förde einzigartig. Das bietet besondere Chancen, ist aber auch eine große Herausforderung für den Verkehr. Denn die Mehrheit muss den langen Weg um die Förde herum nehmen. Ob nun die Studentin auf dem Westufer, die an der Fachhochschule studiert. Oder der Angestellte, der in Dietrichsdorf wohnt, aber der Sitz seiner Firma auf dem Westufer ist. Diese Herausforderung sollten wir als Chance verstehen. Die Förde könnte mit Hilfe von weiteren Fähren hierzu gut genutzt werden. Bereits vor zwei Jahren habe ich mich für den Ausbau der Schwentinefähre eingesetzt. Hierzu zählen zukünftig auch Wassertaxis, um die Lage an der Förde zu einem Vorteil zu machen.

“Wir müssen diese Punkte Schritt für Schritt umsetzen, damit eine Verkehrswende in Kiel gelingen kann.”

All das sind Themen, die wir nicht von jetzt auf gleich lösen und ändern können. Wir müssen diese Punkte Schritt für Schritt umsetzen, damit eine Verkehrswende in Kiel gelingen kann. Es geht hier auch keineswegs darum das Auto abzuschaffen, sondern Anreize zu bieten es stehen zu lassen. Wer zu dem Thema Verkehr noch mehr hören möchte, dem kann ich nur die Podcastfolge von Max und mir empfehlen.

Nahverkehr Hassee

Nahverkehr Hassee

VonPhilip Schüller

Die Zukunft des Kieler Sports

Vor einigen Wochen durfte ich auf Einladung des Kreissportverbandes Kiel an der Podiumsdiskussion zum Thema „Zukunft des Sports in Kiel“ teilnehmen. Vor vielen Funktionären war das für mich ein besonderes Ereignis: Meine erste große Podiumsdiskussion als Kandidat. Und hinzu kam noch, dass der politische Mitbewerber gleich mit zwei Kandidaten auf dem Podium vertreten war: und ich mittendrin.

Ich konnte gleich zu Beginn einige thematische Schwerpunkte benennen, welche dann auch immer wieder in der Diskussion hervor gehoben wurden. Mit meinem persönlichen Standpunkt habe ich wohl die richtigen Themen angesprochen:

„Stärkung der Zusammenarbeit von Verwaltung, Selbstverwaltung und Vereinen – z. B. durch einen runden Tisch, der in regelmäßigen Abständen tagt.“ 

Ich verspreche mir davon, dass die Wege kürzer werden und mehr mit den Beteiligten, statt über sie, gesprochen wird. Dass das ein heißes Thema in den Kieler Sportvereinen ist, wurde auch durch die vielen Nachfragen und Anmerkungen zum bisherigen Umgang der Immobilienwirtschaft mit den Verantwortlichen deutlich. Es kann nicht sein, dass Sportvereine, die in erneuerbare Energien investieren, um mit den Gewinnen die eigenen Sportanlagen zu sanieren, am Ende noch Geld an die Stadt abgeben müssen. Zum Glück konnten wir in diesem Fall alle Beteiligten an einen Tisch bringen. So etwas muss in meinen Augen zukünftig schneller gehen, damit Probleme gar nicht erst entstehen. 

„Sanierung der Kieler Sporthallen und -plätze, sowie bessere Ausstattung mit Sportgeräten.“ 

Als SPD haben wir uns in den nächsten 5 Jahren vorgenommen, mit 200 Millionen Euro den Sanierungsstau an den Kieler Schulen abzubauen. Für mich zählt zu einem guten Lernen und einer guten Ausstattung eben auch der Zustand der Schulsporthallen. Ich möchte mich dafür einsetzten, dass der Sport (und somit auch die Vereine, die diese Hallen und Plätze ebenfalls benutzen) in diesen Investitionsvorhaben berücksichtigt wird. Und auch mit den Vereinen gesprochen wird, ob es für ihre Sportarten ggf. besondere Bedürfnisse gibt, die berücksichtigt werden müssen.

„Sportarten, die ab vom Mainstream sind, in die Schulen bringen!“

Ich bin davon überzeugt, dass die schwindenden Mitgliederzahlen (und somit auch die fehlenden Ehrenamtlichen) durch den demographischen Wandel in Zukunft auch noch verstärkt auftreten werden. Dem können wir nur mit einem umfassenden Konzept entgegen wirken. Hierzu zählt für mich auch, dass wir die vielfältigen Sportarten, die es in Kiel gibt, auch im Schulsport von den Expertinnen und Experten aus den Vereinen im Unterricht vorstellen lassen. Dafür bedarf es aber Erleichterung für die Ehrenamtlichen, wie z. B. eine Erstattung des Verdienstausfalls oder Fahrtgeld. Und das soll natürlich nicht von den Vereinskassen getragen werden, sondern durch Programme der Stadtverwaltung finanziert sein. Einfach gesagt: Wenn ich in der Schule immer nur Fußball spiele, dann finde ich Fußball vielleicht toll oder nicht toll, lerne aber in beiden Fällen gar keine Alternativen kennen. Wir müssen den Kindern von Anfang an alle Möglichkeiten aufzeigen, um die Talente von morgen zu entdecken. Auch dieses Thema wurde durch viele Wortbeiträge immer wieder für wichtig befunden.

Ich habe mich sehr über diesen lebendigen und sehr langen Diskussion gefreut. Diesen Austausch möchte ich als Ratsherr zukünftig fortsetzen, um die drei genannten Schwerpunkte in den nächsten fünf Jahren anzugehen. Das geht nur mit einer intensiven Zusammenarbeit, da in diesem Bereich besonders viele ehrenamtlich tätige Menschen beteiligt sind.

VonPhilip Schüller

Wohnen, Studieren, Investieren: Unser Programm steht!

Vor kurzem haben wir unser Programm für die Kommunalwahl beschlossen. Eine gute Gelegenheit, um mal drei zentrale Kernforderungen detaillierter darzustellen.

Investitionen in die Zukunft unserer Stadt

„In die Sanierung von Schulen und Kitas werden wir in den nächsten 5 Jahren 100 Mio.€ investieren.“

Dank der guten Arbeit der bisherigen Ratsfraktion konnten endlich auch in Kiel Überschüsse erwirtschaftet werden. Auf Grund eines massiven Investitionsstaus in unserer Stadt ist es nun endlich möglich zu investieren. Die KiTas und Schulen bilden das Fundament in unserer Stadt und sind für die Entwicklung der jungen Kielerinnen und Kieler unersetzlich. Wir müssen hier dringend ran und werden in den nächsten 5 Jahren jährlich 20 Millionen Euro für die Sanierung und Modernisierung dieser Einrichtungen investieren. Das ist die Zukunft unserer Stadt.

 

Wohnen darf kein Luxusgut werden

„Die Stadt soll auf geeigneten Flächen wieder selbst bauen. Auch soll sich diese städtische Wohnungsbaugesellschaft darum kümmern, dass Fehlentwicklungen am Wohnungsmarkt durch den Ankauf schlecht verwalteter Wohnhäuser korrigiert werden. Auf diese Weise soll die Wohnungsbaugesellschaft in einem ersten Schritt einen Bestand von 1.000 Wohnungen aufbauen.“

Mit der flächendeckenden Erfassung möglicher Baugrundstück ist der erste Schritt getan. Nun müssen diese und auch andere Bauvorhaben möglichst zügig umgesetzt werden. Kiel wächst und wächst und dafür benötigen wir Wohnraum. Uns ist besonders wichtig, dass dies nicht irgendwelcher wird, sondern vor allem dass der Wohnraum bezahlbar bleibt. Dazu werden wir über 1.000 Wohnungen bauen. Unser Anspruch ist es, dass Wohnen kein Luxusgut wird.

 

Kiel als Hochschulstadt: Mit einem eigenen Stadtteil

„Wir regen einen gemeinsamen Entwicklungsprozess von Stadt und Universität an, der Forschung und Lehre mit Wohnen und Arbeiten, Kultur und Begegnung zusammenfügt und einen Wissenschaftsstadtteil als einen zentralen Ort in der Mitte der Stadt verankert.“

Als nicht nur wachsende, sondern auch immer jünger werdende Stadt machen wir uns natürlich auch über die Attraktivität unserer Stadt Gedanken. Kiel ist eine Hochschulstadt, die neben Fachhochschule, Kunsthochschule, Technischer Fakultät vor allem den CAU-Campus zu bieten hat. Auf dem Campus studieren und arbeiten über 20.000 Menschen. Hier werden wir einen eigenen Hochschulstadtteil entwickeln, in dem viele Wohnungen für die Studierenden und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität zum neuen Lebensmittelpunkt werden sollen.

 

Später finden Sie und ihr an dieser Stelle und auf der Seite der Kieler SPD auch das Programm in der ausführlichen Version: Für Lesefüchse 😉 Wer sich den Beschluss jetzt schon ohne großes Layout angucken möchte, kann das hier tun: Unser Plan für die Mehrheit in Kiel.

Was das Programm konkret für unseren Stadtteil Hassee bedeutet und welche Forderungen ich für meine Themenschwerpunkte durchgesetzt habe, werde ich in einem späteren Beitrag veröffentlichen.

Bis dahin: Ich freue mich über Kommentare, Anregungen und auch konkrete Vorschläge!

VonPhilip Schüller

Ihr Kandidat für Kiel Hassee

Liebe Leserinnen und Leser,

mein Name ist Philip Schüller und ich bin 25 Jahre alt. Ich kandidiere als Kandidat bei den Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein am 06.05.2018. Dort trete ich im Kieler Kommunalwahlkreis 14 „Hassee / Vieburg“ an.

2013 bin ich der SPD beigetreten. Der letzte Kommunalwahlkampf war mein erster Wahlkampf. Seitdem bin ich im Vorstand des Hasseer Ortsvereins als Beisitzer und bereits auch seit über 2 Jahren als Vorsitzender aktiv. Seit 2 Jahren vertrete ich als Ortsbeiratsmitglied zudem unsere Interessen im Stadtteil. Als SPD Ortsbeiratsfraktion konnten wir, ganz aktuell, einen Fall von enormer Umweltverschmutzung durch das Gelände der ehemaligen Müllverbrennungsanlage aufdecken. Deshalb setzen wir uns für eine Sicherung des Geländes sowie die umfassende Aufklärung ein. Durch meine Mitarbeit in der Hasseer Stadtteilkonferenz und verschiedenen Projekten, wie z.B. der Entstehung eines Basketballfeldes für unseren Jugendtreff, habe ich mir eine gute Vernetzung im Stadtteil und darüber hinaus aufgebaut. Dies ist für das Rathaus unabdinglich. Daher werde ich meine aktive sowie engagierte Mitarbeit fortsetzen und mich weiterhin stark für uns und unseren Stadtteil einsetzen.

Ich bin hier in Hassee aufgewachsen und nebenan in Kiel-Südfriedhof auf die Max-Planck-Schule gegangen, wo ich mein Abitur absolvierte. Anschließend habe ich während meiner Ausbildung bei der Förde Sparkasse, viele Einblicke in die Kieler Finanzwirtschaft gewonnen. Derzeit studiere ich Betriebswirtschaftslehre im 5. Semester an der Fachhochschule Kiel in Dietrichsdorf. Die letzten 9 Jahre habe ich nebenberuflich in Hassee, im SumSum Spielpark, als Schichtleitung gearbeitet. Im März 2019 plane ich meinen zweijährigen Masterabschluss zu beginnen. Außerdem bin ich Stipendiat in der Grundförderung der Friedrich-Ebert-Stiftung und Mitglied bei ver.di Kiel-Plön.

Mein sportliches Hobby ist das Kunstturnen, welches ich – mit einer mehrjährigen Unterbrechung – seit meinem 7. Lebensjahr betreibe. Ich habe mehrmals an Deutschen Meisterschaften teilgenommen und bin mehrfacher Landesmeister und Landesligasieger mit der SV Friedrichsort.

VonPhilip Schüller

Meine Themen

Das Programm der Kieler SPD wurde nach einer breiten Diskussionen mit den Mitgliedern und beteiligten Bürgerinnen und Bürger im Februar beschlossen (Wahlprogramm SPD Kiel). Darüber hinaus gibt es natürlich einige Themen für die ich mich in Hassee einsetze.

Am Wichtigsten ist mir die Transparenz in der Arbeit als Ratsherr. Ich werde für Sie in Hassee jederzeit ansprechbar sein und mich zusammen mit unserer Landtagsabgeordneten für ein kleines „Stadtteilbüro“ – mit festen Ansprechzeiten der Mandatsträgerinnen und Mandatsträger – einsetzen. So wird auch der Kontakt zu den Ortsbeiratsmitgliedern deutlich erleichtert.

Ein zentrales Thema für meinen Wahlkreis ist die lebendige Nachbarschaft. Ich engagiere mich für ein besseres Zusammenleben von Alt und Jung. Ein Ort, an dem alle Altersgruppen zusammenkommen, kann dies befördern. Mithilfe von Freizeitangeboten können wir hierfür Möglichkeiten schaffen, bei denen sich alle Generationen gegenseitig unterstützen. Dafür bietet sich zum Beispiel ein Mehrgenerationenhaus an.

Doch soll sich mein Wirken nicht nur auf die Grenzen unseres Stadtteils beschränken. Es war der richtige Weg, dass die Kieler Wirtschaftspolitik in den letzten Jahren stark im Fokus stand. Als Landeshauptstadt müssen wir allerdings noch mehr investieren, denn die Digitalisierung hat auch uns mittlerweile eingeholt. Um nicht abgehängt zu werden, können wir mit Kooperationen (zum Beispiel mit unseren beiden Hochschulen) die Kieler Unternehmen dafür sensibilisieren.

Als langjähriger Leistungs- und mittlerweile Breitensportler habe ich viele Kontakte in die verschiedenen Vereine Kiels. Für den sportpolitischen Bereich werde ich daher Programme verfolgen, die die Arbeit in den Vereinen unterstützen. Ältere Menschen oder Menschen mit Benachteiligungen müssen eine Heimat in den Sportvereinen haben. Mit eurer Unterstützung werde ich Kiel im Sport wieder wettbewerbsfähiger machen: Das gilt sowohl für den Spitzen-, als auch für den Breitensport. Sport hat viele weitere positive  Facetten. Es dient der Integration, Inklusion und Gesundheitsförderung. Deshalb freue ich mich auf die Sommerspiele der Special Olympics vom 14. zum 18. Mai in Kiel. Ich habe mich bereits als Freiwilliger gemeldet und werde vor Ort zum gelingen dieser tollen Veranstaltung beitragen.