Das Leistungszentrum Schwimmen wird gefördert

VonPhilip Schüller

Das Leistungszentrum Schwimmen wird gefördert

Im letzten Beitrag habe ich bereits den Förderfonds Breitensport vorgestellt. Dieser wurde als Ausgleich für die Investitionen in das Holstein-Stadion geschaffen. Das halte ich auch bis heute für den richtigen Weg, um den gesamten Sport in unserer Stadt zu stärken. Zwischen dem Spitzensport (vor allem kommerziell) und dem Breitensport gibt es allerdings noch den Leistungssport. Zu viel Training, um als Breitensport zu gelten und zu wenig Aufmerksamkeit, um sich finanziell unabhängig aufzustellen. Die Stärkung des Kieler Leistungssports ist daher eines meiner wesentlichen Ziele in den kommenden Jahren. Im Haushalt 2019 konnten wir bereits einen ersten Akzent setzen.

Leistungszentrum Schwimmen

Der Kieler Schwimmsportverband hat damit begonnen, sich im leistungsorientierten Sport selbst zu organisieren. Dafür wurde nun eine Trainingsgruppe ins Leben gerufen, die gezielt Schwimmer*innen fördert. Zusätzlich zu dem normalen Training in den Vereinen, sollen die Nachwuchsschwimmer*innen nun einmal in der Woche intensiv trainieren. 

Die Kosten für die zusätzliche Bahnmiete, sowie die Aufwandsentschädigungen für die Trainer*innen unterstützen wir auf unseren Antrag hin mit 5.000,- EUR. Somit werden die Kieler Schwimmvereine beim Aufbau des Leistungszentrums im ersten Jahr entlastet, um sich auf die Auswahl der Talente und die Konzeption für die Zukunft zu konzentrieren.

Mit diesem Startschuss soll sich das Leistungszentrum Schwimmen nach und nach weiter entwickeln und stetig wachsen. Ziel muss es sein, dass sich auch weitere Sportarten in Kiel so organisieren. Dazu müssen wir mittelfristig auch über Unterbringungsmöglichkeiten von Leistungssportler*innen, sowie einer sportorientierten Schule, nachdenken.

Warum ist der Leistungssport so wichtig?

Der Leistungssport bildet das Fundament. Jugendliche Sportler*innen benötigen Vorbilder in den Vereinen, um zu merken was man durch den Sport erreichen kann. Wir brauchen eine vielfältig Mischung an Sportarten, in denen Kiel erfolgreiche Sportler*innen zu bieten hat. Diese motivieren dann wiederum den kommenden Nachwuchs. Nur so kann es in Zeiten von Mitgliederschwund und sinkender, sportlicher Aktivitäten gelingen, die Vereine für die Zukunft aufzustellen.

So geht es weiter

Strukturell muss sich in Kiel dafür allerdings noch ein wenig ändern. Die Fachverbände benötigen Möglichkeiten, um den Sportler*innen regelmäßiges und intensives Training anzubieten. Das ist ab einem bestimmen Niveau nicht mehr durch ehrenamtliche Trainer*innen zu leisten. Dafür arbeite ich gemeinsam mit einigen Sportler*innen an einem Konzept, welches wir im Sommer weiter erläutern möchten. Auch an den Sportstätten muss kontinuierlich gearbeitet werden, weshalb wir gerade erst eine transparentere Prioritätenliste für die Sanierung der Sportstätten gefordert haben. Dafür stehen jedes Jahr 400.000,-EUR zur Verfügung, die effizient eingesetzt werden müssen.

Wir haben noch einiges vor uns! Aber hier kann Kommunalpolitik konkret helfen.

Über den Autor

Philip Schüller administrator

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